Korrektorat: sprachlich richtig
Ein Korrektorat konzentriert sich auf Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und vereinbarte typografische Regeln. Es ist passend, wenn Inhalt, Aufbau und Stil bereits stehen. Ein fehlendes Komma gehört hierher. Eine grundlegend unklare Argumentation braucht dagegen mehr als einen letzten Korrekturdurchgang.
Lektorat: klar und stimmig
Ein Lektorat bezieht zusätzlich Ausdruck, Satzbau, Lesefluss und je nach Auftrag Struktur oder Dramaturgie ein. Beispiel: „Die Durchführung der Untersuchung erfolgte im Mai“ kann zu „Die Untersuchung fand im Mai statt“ werden. Beide Fassungen sind grammatisch möglich. Die Änderung betrifft Stil und Lesbarkeit, nicht die Rechtschreibung.
Die Begriffe ersetzen kein Briefing
Nicht jedes Angebot verwendet dieselben Leistungsgrenzen. Fragen Sie deshalb konkret, ob Aufbau, Zitierweise, Verzeichnisse oder mehrere Durchgänge eingeschlossen sind. Ein klar abgegrenzter Auftrag ist aussagekräftiger als ein besonders weit klingender Paketname.
Welche Prüfung passt zu Ihrem Text?
Wenn Sie noch mit Übergängen, Ausdruck oder Aufbau ringen, ist ein Lektorat häufig die passendere Ausgangsbasis. Wenn ein Text inhaltlich und stilistisch abgestimmt ist, kann ein Korrektorat genügen. Eine Textprobe hilft bei dieser Einschätzung. Wichtig ist, dass nach größeren inhaltlichen Änderungen erneut geprüft wird.